SIKA Betontage 2026 – Impulse für die Zukunft des Betonbaus
SIKA Betontage 2026 – Impulse für die Zukunft des Betonbaus
Am Donnerstag und Freitag nahmen wir an den SIKA Betontagen 2026 im Thermen Hotel Stoiser in Bad Loipersdorf teil. Die Veranstaltung, organisiert von SIKA Österreich in Kooperation mit Cyment Kft., bot eine gelungene Mischung aus fachlichem Tiefgang, persönlichem Austausch und praxisnahen Einblicken in aktuelle Entwicklungen der Betontechnologie.
Bereits beim gemeinsamen Mittagessen stand das Netzwerken im Vordergrund. In entspannter Atmosphäre ergaben sich zahlreiche Gespräche mit Branchenkolleg:innen, Planer:innen und Ausführenden. Besonders gefreut hat uns dabei das persönliche Kennenlernen von Thomas Hirschi, dem neuen Geschäftsführer von SIKA Österreich.
Im Anschluss folgte ein inhaltlich sehr spannender Vortragsblock, der sich intensiv mit Innovationen und zukünftigen Anforderungen im Betonbau beschäftigte.
Den Auftakt machte Matthias Haug (SIKA) mit einem Überblick über neue und weiterentwickelte Betonzusatzmittel, die gezielt auf Leistungsfähigkeit, Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit abzielen. Dabei wurde deutlich, wie stark Zusatzmittel heute dazu beitragen können, Betone effizienter, robuster und ressourcenschonender auszulegen.
Ein zentrales Zukunftsthema stellte der Vortrag von Markus Kronegger (Cyment Kft.) dar. Vorgestellt wurde ein bereits zugelassener Betonzusatzstoff (Cyment), der mittelfristig eine Reduktion der CO₂-Emissionen auf unter 100 kg CO₂-Äquivalent pro Kubikmeter Beton ermöglichen wird. Die vorgestellten Entwicklungen zeigen eindrucksvoll, welches Potenzial in alternativen Bindemittelsystemen für die kommenden Jahre liegt.
Sehr praxisnah fiel der Beitrag von Reinhard Pamminger (Geschäftsführer Hartl Prüfanstalt) aus. Er gab einen umfassenden Überblick über aktuelle Regelwerke und deren Bedeutung für Planung und Ausführung:
- das ÖBV-Merkblatt zu CO₂-Klassen von Betonen, das eine wichtige Orientierung zu derzeit verfügbaren und künftig möglichen CO₂-reduzierten Betonen in Österreich bietet und insbesondere bei Ausschreibungen unterstützt,
- die ÖBV-Richtlinie zu Betonen mit reduzierter Frührissneigung (BS2-Betone), die vor allem bei massigen Bauteilen relevant ist und die Thematik der Hydratationswärme gezielt adressiert,
- sowie Performance-Betone gemäß ONR 23338 und ONR 23339, die großes Potenzial für nachhaltige Bauweisen bieten, gleichzeitig jedoch gewisse Anforderungen an Planung, Ausführung und Qualitätssicherung mit sich bringen.
Den Ausklang der Betontage bildete ein gemeinsames Abendessen beim Thermenheurigen Kropf, begleitet von den Musikern „Paul und Sperrmüllfranz“. In entspannter Atmosphäre konnten die fachlichen Diskussionen vertieft und neue Kontakte geknüpft werden.
Die SIKA Betontage 2026 haben einmal mehr gezeigt, wie entscheidend der Austausch zwischen Industrie, Planung und Ausführung für die Weiterentwicklung eines nachhaltigen Betonbaus ist – und wie viel Innovationspotenzial bereits heute zur Verfügung steht.


